Archiv der Kategorie 'Aktuell'

Kurze Information

In den nächsten Tagen und Wochen wird es drei neue Texte geben, die ihr dann hier finden könnt.
Also schaut ab und zu auf unserer Seite vorbei.

Titel der Texte:

- Stadtratswahlen in Köthen (Allgemein) = schon veröffentlicht
- Was ist überhaupt deutsche Normalität?
- Kritik am Antizionismus in Aken = schon veröffentlicht

Am Wochenende wird es wieder viele verschiedene Veranstaltungen geben.
Checkt die Termine.

Gruppe gegen deutsche Normalität

61 Jahre Israel – Antisemitismus heute

Am 14. Mai 1948 erklärte der Staat Israel sich als unabhängig. Obwohl dieser Staat seit nunmehr 61 Jahren besteht, wird seine Existenzberechtigung mehr als häufig in Frage gestellt. Trotz der vergleichsweise kurzen Geschichte des Staates musste die israelische Gesellschaft in unzähligen Konflikten wiederholt für ihre Legitimität eintreten.
Bei diesem komplexen Thema vermengen sich Kritik, Ressentiment und stupider Vernichtungswille meist zu einem undifferenzierten Brei. Oftmals schießt berechtigte Kritik über ihr Ziel hinaus oder endet in einem mythologisch verklärten Wahn. Deshalb wollen wir mit unserer Infoveranstaltung eines der Leitmotive solcher „Kritik“, den Antisemitismus, näher beleuchten.
Weil sich der Antisemitismus auf eine lange Tradition berufen kann, wird der Referent Klaus Holz die verschieden Formen in denen sich der Antisemitismus heutzutage ausdrückt, kritisch hinterfragen. Sei es der von meist linken Gruppierungen vertretene Antizionismus, der islamistische Antisemitismus oder der Antisemitismus rechter Gruppierungen welcher sich im nationalsozialistischen Vernichtungswillen ausdrückt.

Kuze | Hermann-Elflein-Str. 10 | Potsdam | 15.5. | 20 Uhr
… im Anschluss Israel-Bday-Party!!

Das ganze wird organisiert der ak_antifa.

Wer Lust hat mitzufahren, kann sich gerne bei uns melden.

Stadtratswahlen in Köthen (NPD)

Die Wahlen zum Köthener Stadtrat, am 7.Juni 2009, stehen an.
Hierzu wurde am 03.05.09 ein „Amtsblatt der Stadt Köthen“ verteilt, um die Wahlvorschläge der Parteien, also ihre Vertreter, vorzustellen.
So gehen die SPD mit 39, die CDU mit 37, Die Linke mit 26, die FDP mit 13, die Grünen mit 3 und die NPD mit 2 Vertretern ins Rennen.

NPD in Köthen

In Köthen agierte die Partei eher passiv, da die meisten Aktivitäten von ihrer Jugendorganisation JN ausgingen.
Die letzte nennenswerte Aktion der NPD war ein Infostand im Mai 2007.
Umso überraschender ist die Neustrukturierung der Partei, denn es stellen sich junge radikale Neonazis zur Wahl.
Es bleibt abzuwarten welche Folgen diese Veränderungen mit sich bringen.

NPD Allgemein

Die NPD ist die stärkste rechtsextreme Partei in Deutschland und hält in vielen Ländern/Städten Einzug in die Parlamente/Räte.
Sie zeichnet sich durch ein fremdenfeindliches und rassistisches Wahlprogramm aus.
Früher eher stumpf rassistisch, ist heute Ethnopluralismus Inhalt ihres Programms.
Sie fordern eine deutsche Volksgemeinschaft, in der Menschen, die nicht ihrem Ideal entsprechen, „aussortiert“ werden.
Es gibt viele Kritikpunkte zur NPD, die man großflächig mithilfe
aller Medien selbst erarbeiten kann, deshalb möchten wir diesen Unterpunkt nicht ausführlich behandeln.
Klar sollte jedoch sein, dass ein NPD-Verbotsverfahren der falsche Ansatz zur Lösung dieses Konflikts ist.

Vertreter der NPD für die Stadtratswahl in Köthen

Die zwei Vertreter in Köthen sind Steffen Bösener und René Häußler.

Steffen Bösener ist seit Jahren aktiver Neonazi.
Bereits 1999 mieteten er und weitere Vertreter der „Kameradschaft Köthen“ im ehemaligen Finanzamt Räume für ein rechtsextremes Jugendzentrum an, in dem „harmlose“ Freizeitgestaltungen, aber auch ideologischen Schulungen stattfanden.
Als sich im Oktober 2001, in Glauzig bei Köthen, der NPD-Kreisverband Anhalt für die ehemaligen Landkreise Anhalt-Zerbst und Köthen, sowie die kreisfreie Stadt Dessau gründete, wurde Bösener zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Später agierte der harte Kern der Köthener Neonaziszene, dem auch Bösener angehört, unter wechselnden Namen.
Er ist ebenfalls Inhaber des rechtsextremen Shops „Nordic Flame“, welcher in Köthen seit Oktober 2008 seinen Platz findet.

Der zweite Vertreter ist René Häußler, ein militanter Neonazi, der sich im Umfeld der „Autonomen Nationalisten“ und der NPD/JN bewegt.
René Häußler hält ebenfalls Kontakte zu überregionalen Gruppen, so war er z.B. im Dezember 2008 Ordner auf einer rechtsextremen Demonstration in Berlin.
Auf der „alten“ Internetseite „Nationaler Beobachter Anhalt“, war sein Name im Impressum zu finden, was bedeutet, dass er an der Gestaltung dieser Seite aktiv mitarbeitete.
Außerdem ist er in sogenannten Sportgruppen unterwegs, um gezielt alternative Jugendliche physisch zu attackieren. Solche Gruppen wurden oft vor und in Gebieten um den Neonaziladen, meist bewaffnet, gesichtet.

Es ist klar, dass der Wahlkampf der NPD be- oder verhindert werden muss!
Eine breitgefächerte Palette an Möglichkeiten steht zu Verfügung.

Die einfachste und logischste Konsequenz wäre es, eine andere Partei in den Stadtrat zu wählen.
Welche Partei man wählen sollte und warum, mit diesen Fragen wollen wir uns in einem weiteren
Artikel auseinandersetzen. (folgt bald…)

Ein anderes Mittel ist die Öffentlichkeitsarbeit, in Form von einfachen Gesprächen, Kundgebungen, Verteilung von Flyern, usw. .
Hauptinhalt sollte jedoch immer eine fundierte und sinnvolle Kritik darstellen.

Einzelpersonen oder Gruppen die sicht nicht allein engagieren möchten, können uns gern kontaktieren.
Wir freuen uns auf deine/eure Mitarbeit.

Kein Bock auf rassistische Volksgemeinschaft!
Rechte Strukturen gezielt attackieren!

Bündnis „Den deutschen Volksmob platt machen“

Demonstration in Burg

In Burg fand am Samstag eine Demonstration unter dem Motto „Den Rechten Konsens brechen“ statt. Wir riefen zu dieser Demonstration auf. Zum jetzigen Zeitpunkt, sprich nach der Demo, empfinden wir diesen Aufruf mehr als unangebracht. Nicht nur das israelsolidarische Antifas in die letzte Reihe „verbannt“ wurden ist erschreckend, sondern auch, dass Antisemiten von der ehemaligen AAMD ungestört teilnehmen durften.
Der hässliche deutsche Alltagscharakter wurde nicht thematisiert, sowie keine wirkliche inhaltliche Kritik auf die Straße getragen.
Entweder es gibt eine klare Stellungsnahme zu dieser Demonstration, speziell den oben genannten Punkten oder wir werden nicht mehr nach Burg reisen, denn die Teilnahme an dieser Demonstration erwies sich als Fehler.

Besetzte Haus in Erfurt geräumt

Da wir viele schöne Stunden in diesem Haus verbracht haben, war es schwer Bilder, wie diese, der Räumung zu sehen. Wieder stirbt ein Freiraum, in dem Rassismus, Sexismus und Nationalismus kein Platz fand. Wir feierten dort viele Partys und erinnern uns gern an die Zeit im Haus zurück. Deshalb: lasst uns für ein neues besetztes Haus kämpfen.
In Erfurt und Überall!
Kein Platz für Rassismus, Nationalismus, Lookismus und Sexismus jeglicher Art!

Alltagscharakter in der Provinz

Manchmal wird auch in praxisfeindlichen Zeiten ein Ausflug in die praktische Politik nötig. Zum Beispiel dann, wenn gegen die widerwärtigen Zustände in der Provinz der ostdeutschen Provinz angestunken werden soll – und die Organisatoren der entsprechenden Proteste das Problem nicht allein im rechten Rand, sondern auch beim ganz normalen Dorfpöbel verorten. Am 18. April 2009 findet in Burg bei Magdeburg eine Demonstration gegen den „widerwärtigen Alltagscharakter in der Provinz“ statt, zu deren Teilnahme wir hiermit aufrufen.

Am 9. April 2009 gibt es dazu eine Vorbereitungsveranstaltung in Halle, bei der es um Informationen über die Zustände vor Ort und die üblichen Technics (Abreise, Treffpunkt usw.)
geht. (18.00 Reilstraße, Haus am Zoo)

„…bis die Scheiße aufhört! Den rechten Konsens brechen!“
Antifaschistische Demo am 18. April 2009 in Burg. […]

Der widerwärtige Alltagscharakter in den Provinzen entfaltet sich nicht nur, weil Nazis das machen, was Nazis halt so machen: Fremde hassen, Linke hassen, nicht-Rechte hassen, Schwule hassen, Juden hassen, antisemitischen Verschwörungstheorien anhängen, den Nationalsozialismus lieben, Blut lieben, Boden lieben, Eichen lieben und sich permanent größenwahnsinnig, unbesiegbar oder wahlweise von allen verfolgt fühlen. Es brauch doch einiges mehr an Dorfpöbel, um den Topf zum überlaufen zu bringen. Vielerorts hat man so lange Weggesehen, Geschwiegen, Relativiert, Zugestimmt und Verständnis für die „wilden Jugendlichen“ bzw. die jugendlichen Wilden gezeigt, das ein anders-sein, ein nicht-rechts-sein, in der braunen Suppe nur schwer, schlimmsten Falls gar nicht mehr möglich war. Anders-Sein bedeutet dann Gewalterfahrungen, sozialen Druck und Einschränkungen – gar den Tod. Die Idylle und Harmonie des Landes ist der Zwang zur Konformität mit einem Alltag voll von Nazis, ihren Freunden und Freundinnen, dem schweigenden Rest und dem verständnisvollen Fanblock. Die Idylle und Harmonie des Landes wird zum Terror. Keine Aufschreie des Entsetzens, wenn Nazirudel nachts auf Jagd nach Menschen gehen, die nicht in ihr Weltbild passen können und wollen. Keine Empathie für die Opfer rechter, antisemitischer, homophober und rassistischer Gewalt – ob als Drohungen an Wände geschmiert oder durch physische Angriffe. Und wenn die Dorfidylle doch ihre Opfer fordert, weiß man zumindest ganz sicher, dass das Problem von außen kommt. Dann steht der Haufen Seite an Seite eng zusammen gegen die Presse, die angeblich Braune-Scheiße über den Dorffrieden kippt oder die böse Antifa, die voll von zugereisten Krawalltouristen ist. Nicht nur die relative ungestörte Kontinuität rassistischer Angriffe und das Agieren der Nazistrukturen, wie auch die Ignoranz und das Zuschauen der Mehrheitsgesellschaft, bieten Grund genug, selbstbestimmt und laut unseren Ärger auf die Strasse zu tragen. Linksradikalde Politik kann nicht allein mit „gegen Nazis“ gleichgesetzt werden. Sie muss als Gesamtgesellschaftliche Kritik vestanden werden!

Den rechten Konsens brechen! Auf nach Burg!
Kommt zur antifaschistischen Demonstration:
18.04.2009 / 12:30 Uhr
Burg / Bahnhof (Vorplatz)
Weitere Infos auf der Sonderseite: konsensbrechen.tk

(Übernommen von ag no tears for krauts)