Stadtsratswahlen in Köthen

Die Wahlen zum Köthener Stadtrat, am 7.Juni 2009, stehen an.
Hierzu wurde am 03.05.09 ein „Amtsblatt der Stadt Köthen“ verteilt, um die Wahlvorschläge der Parteien, also ihre Vertreter, vorzustellen.
So gehen die SPD mit 39, die CDU mit 37, Die Linke mit 26, die FDP mit 13, die Grünen mit 3 und die NPD mit 2 Vertretern ins Rennen.

NPD in Köthen

In Köthen agierte die Partei eher passiv, da die meisten Aktivitäten von ihrer Jugendorganisation JN ausgingen.
Die letzte nennenswerte Aktion der NPD war ein Infostand im Mai 2007.
Umso überraschender ist die Neustrukturierung der Partei, denn es stellen sich junge radikale Neonazis zur Wahl.
Es bleibt abzuwarten welche Folgen diese Veränderungen mit sich bringen.

NPD Allgemein

Die NPD ist die stärkste rechtsextreme Partei in Deutschland und hält in vielen Ländern/Städten Einzug in die Parlamente/Räte.
Sie zeichnet sich durch ein fremdenfeindliches und rassistisches Wahlprogramm aus.
Früher eher stumpf rassistisch, ist heute Ethnopluralismus Inhalt ihres Programms.
Sie fordern eine deutsche Volksgemeinschaft, in der Menschen, die nicht ihrem Ideal entsprechen, „aussortiert“ werden.
Es gibt viele Kritikpunkte zur NPD, die man großflächig mithilfe
aller Medien selbst erarbeiten kann, deshalb möchten wir diesen Unterpunkt nicht ausführlich behandeln.
Klar sollte jedoch sein, dass ein NPD-Verbotsverfahren der falsche Ansatz zur Lösung dieses Konflikts ist.

Vertreter der NPD für die Stadtratswahl in Köthen

Die zwei Vertreter in Köthen sind Steffen Bösener und René Häußler.

Steffen Bösener ist seit Jahren aktiver Neonazi.
Bereits 1999 mieteten er und weitere Vertreter der „Kameradschaft Köthen“ im ehemaligen Finanzamt Räume für ein rechtsextremes Jugendzentrum an, in dem „harmlose“ Freizeitgestaltungen, aber auch ideologischen Schulungen stattfanden.
Als sich im Oktober 2001, in Glauzig bei Köthen, der NPD-Kreisverband Anhalt für die ehemaligen Landkreise Anhalt-Zerbst und Köthen, sowie die kreisfreie Stadt Dessau gründete, wurde Bösener zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Später agierte der harte Kern der Köthener Neonaziszene, dem auch Bösener angehört, unter wechselnden Namen.
Er ist ebenfalls Inhaber des rechtsextremen Shops „Nordic Flame“, welcher in Köthen seit Oktober 2008 seinen Platz findet.

Der zweite Vertreter ist René Häußler, ein militanter Neonazi, der sich im Umfeld der „Autonomen Nationalisten“ und der NPD/JN bewegt.
René Häußler hält ebenfalls Kontakte zu überregionalen Gruppen, so war er z.B. im Dezember 2008 Ordner auf einer rechtsextremen Demonstration in Berlin.
Auf der „alten“ Internetseite „Nationaler Beobachter Anhalt“, war sein Name im Impressum zu finden, was bedeutet, dass er an der Gestaltung dieser Seite aktiv mitarbeitete.
Außerdem ist er in sogenannten Sportgruppen unterwegs, um gezielt alternative Jugendliche physisch zu attackieren. Solche Gruppen wurden oft vor und in Gebieten um den Neonaziladen, meist bewaffnet, gesichtet.

Was kann man dagegen tun?

Es ist klar, dass der Wahlkampf der NPD be- oder verhindert werden muss!
Eine breitgefächerte Palette an Möglichkeiten steht zu Verfügung.

Die einfachste und logischste Konsequenz wäre es, eine andere Partei in den Stadtrat zu wählen.
Welche Partei man wählen sollte und warum, mit diesen Fragen wollen wir uns in einem weiteren
Artikel auseinandersetzen. (folgt bald…)

Ein anderes Mittel ist die Öffentlichkeitsarbeit, in Form von einfachen Gesprächen, Kundgebungen, Verteilung von Flyern, usw. .
Hauptinhalt sollte jedoch immer eine fundierte und sinnvolle Kritik darstellen.

Einzelpersonen oder Gruppen die sicht nicht allein engagieren möchten, können uns gern kontaktieren.
Wir freuen uns auf deine/eure Mitarbeit.